02.05.2017

Konferenz der Aufsichtsräte sächsischer Wohnungsgenossenschaften 2017

Die Konferenz der Aufsichtsräte – Tradition trifft Information: Am 28. April 2017 präsentierte der Vorstand des VSWG wieder die aktuellen Themen zur Verbandsarbeit, aus dem Steuer-, Rechts- und Prüfungsbereich an traditionellem Ort im Wyndham Garden Hotel.

Auftakt für die rund 170 Teilnehmer bildete der Vortrag von Vorstandsmitglied Dr. Axel Viehweger. Wohnraumförderung in Sachsen, das in Arbeit befindliche Gebäudeenergiegesetz, Hexabromcyclodekan in Polystrol zeigten zunächst die Vielfalt der aktuellen Themen auf. Auch das Betätigungsfeld des Verbandes im sozialen Bereich war Gegenstand seines Vortrages u. a. mit der Darstellung der diversen Projekte, die der Verband initiiert hat und begleitet. Hierzu gehört auch die Tagung „Wohnen mit Demenz“, das Projekt WINNER, die Plattform „Sachsen Senioren“ und diverse Seminare mit sozialen Inhalten. Die demographische Entwicklung Sachsens und deren wissenschaftliche Auswertung fließen ein in den Thementag „Versteckte Perlen“ im Juni, mit dem unter Einbeziehung der Kommunalpolitik Lösungen zu den Ergebnissen der Studie „Schwarmverhalten in Sachsen“ gesucht werden. Hierbei stand im Fokus die Wanderungsbewegung der berufstätigen Bevölkerung und deren Auswirkungen auf das regionale Wohnverhalten. Für kleinere Orte, die nicht im Großraum der drei sächsischen Großstädte liegen, meist eine Herausforderung. Nicht zuletzt war auch der Erfolg der Anerkennung der Genossenschaftsidee als immaterielles Kulturerbe und dessen Weiterverwertung Thema seiner Ausführungen.

Perspektiven aufzeigen – auch das ist eine Intention der Veranstaltung. Zunehmend wird so aus Altersgründen für langjährig ehrenamtlich Tätige oder auch aufgrund von „Attraktionsschwäche“ für jüngere Leute die Besetzung der Ämter von Vorstand und Aufsichtsrat kleinerer Genossenschaften zunehmend schwieriger. Lösungsmöglichkeiten hierfür und auch weitere Vorteile der Gestaltung aus anderen Gründen – z. B. wirtschaftliche – stellte Prof. Hillebrand im ersten Teil seines Vortrags ausführlich dar: Geschäftsbesorgung der Genossenschaften füreinander beinhaltet rechtliche und steuerliche Fallstricke und auch bei Verschmelzungen, die ebenfalls eine perspektivische Lösung darstellen können, sind sorgfältige Planung und Gestaltung unerlässlich. Im zweiten Vortragsteil nach der Kaffeepause berichtete Prof. Hillebrand zur politisch umstrittenen Idee der neuen Gemeinnützigkeit, dem Finanzaufsichtsrechtergänzungsgesetz, der Grundsteuerreform sowie speziell zur genossenschaftsrechtlich korrekten Beschlussfassung bei der Ergebnisverwendung und zum Stand der Genossenschaftsreform.

Beim Thema Genossenschaftsrecht blieb dann auch Frau Luserke mit dem letzten Vortrag, der schwerpunktmäßig die Inhalte der nun vorliegenden neuen Mustersatzung behandelte. Hierbei ging sie besonders auf das Thema der Zustimmungspflichtigkeit nach Satzung von Rechtsgeschäften von Aufsichtsrat- und Vorstandsmitgliedern mit der Genossenschaft ein. Das Finale an Themen bildete dann schließlich der Informationsaustausch im Aufsichtsrat, insbesondere auch unter dem Aspekt des Anspruchs auf Information eines einzelnen Aufsichtsratsmitglieds im Verhältnis zum Gesamtaufsichtsrat. Traditionell und nach der langen Informationsstrecke auch gerne entgegengenommen folgte schließlich das gemeinsame Abendessen der Teilnehmer mit intensiven Gesprächen und sorgte so für einen gemütlichen Ausklang der Veranstaltung.

 

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