02.02.2017

15. Mitteldeutscher Immobilienkongress als Jahresauftakt der mitteldeutschen Immobilienbranche

Der Mitteldeutsche Immobilienkongress (MIK) ist die Jahresauftaktveranstaltung der Immobilienbranche aus den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Knapp 300 Teilnehmer aus allen drei Bundesländern diskutierten am 31. Januar/1. Februar in Leipzig zu den wichtigsten Themen des Jahres 2017.

Die Lage an Mitteldeutschlands Wohnungsmärkten verschärft sich zusehends. Politik und Öffentlichkeit erkennen, worauf die Wohnungswirtschaft bereits seit Jahren hinweist: Wohnungspolitik ist ein unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge, der in viele Lebensbereiche eingreift. Als wesentlicher Baustein in der Klimaschutzpolitik, der Energiepolitik, der Wirtschafts- und Sozialpolitik sowie der Familienpolitik bestimmt sie das Leben von mehr als 8,5 Millionen Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Zum 15. Mitteldeutschen Immobilienkongress veröffentlichten deshalb am 1. Februar 2017 die fünf ausrichtenden Verbände einen Aufruf an die Politik: „Regulierungswut und die Konzentration der Politik auf eine fragwürdige soziale Wohnraumförderung nehmen faktisch breiten Bevölkerungsgruppen die Chance auf bezahlbaren Wohnraum. Die Menschen werden das auf Dauer nicht verstehen und mit Politikverdruss reagieren – eine Gefahr für die Demokratie“, warnen die Verbände.

Ein Hauptkritikpunkt stellt die zunehmende und kostentreibende Regulierung – von Brandschutzthemen bis zu energetischen Maßnahmen – dar. Hinzu kommt die völlige Überforderung der Verwaltungen in den Wachstumsstädten. Im Ergebnis steigen die Kosten des Wohnens und damit die Mieten. Gleichzeitig werden Lippenbekenntnisse für preiswertes Wohnen abgegeben und die Immobilienbranche der Preistreiberei beschuldigt. Nur: am Ende fehlt Wohnraum, um Nachfrage zu befriedigen.

Symbolpolitik wird ebenso mit der Förderung des sozialen Wohnungsneubaus betrieben. Was gut klingt, stellt sich bei genauem Hinsehen als nicht bedarfsgerecht heraus. Die tatsächliche Notwendigkeit kann nicht stichhaltig unterlegt werden. Förderkonditionen – hauptsächlich mangelnde Wirtschaftlichkeit nach Auslauf der Belegungsbindung, bürokratischer Aufwand und die Bedingungen für die Förderung – schrecken selbst die wenigen Interessenten ab. Die Bevorzugung der Städte ließe das Land weiter ausbluten.

Mehr Informationen unter www.mik2017.de.


 



Aktuelles Seminarangebot
Dienstag, 17/10/2017

Anlagenbuchhaltung in der Wohnungswirtschaft

Mehr erfahren
zur Seminarübersicht

Vivian Jakob

Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

0351 80701-52

0151 16737669

0351 80701-59

jakob(at)vswg.de